Impfservice / Affenpocken

Affenpocken

Eine telefonische Vormerkung ist zwischen 07:00 und 22:00 unter der Rufnummer1450 möglich. Weitere Informationen zur Affenpocken Impfung finden Sie in den FAQs.

Wer soll gegen Affenpocken geimpft werden?

Die Impfung der breiten Bevölkerung ist derzeit nicht empfohlen. Eine vorbeugende Impfung wird ausschließlich Angehörigen der nachstehenden Personengruppen angeboten:

  • Gesundheitspersonal mit sehr hohem Expositionsrisiko durch an Affenpocken erkrankten Personen (designierte Affenpocken Abteilungen/Ambulanzen/Ordinationen)
  • Personen mit individuellem Risikoverhalten (Personen mit häufig wechselnden sexuellen Kontakten)

Wie kann ich mich vormerken?

Sie können sich online zur Affenpocken Impfung vormerken, indem Sie die Affenpocken Vormerkaktion auswählen und anschließend in Ihren Personendaten die Zugehörigkeit zur Kategorie „Affenpocken Impfung Vormerkung“ aktualisieren . Sie können sich ebenso rund um die Uhr unter der Rufnummer 1450 für die Affenpocken Impfung vormerken. Vorgemerkte Personen werden entsprechend verfügbarer Kontingente und ihrer angegebenen Vormerkkategorie per E Mail oder SMS zur Terminbuchung aufgerufen. Dabei wird der erste Termin vereinbart sollten Sie eine weitere Impfdosis im Abstand von 28 Tagen benötigen, kann ein Termin vor Ort nach der ersten Impfung gebucht werden. Termine für die Affenpocken Impfung finden im Austria Center Vienna statt.

Was sind Affenpocken?

Affenpocken ist eine meldepflichtige Virus Erkrankung. Dieses Virus ist eng verwandt mit den echten Pocken, die durch eine weltweite konsequente Impfkampagne bis 1977 ausgerottet wurden. Im Menschen können die Viren eine den echten Pocken ähnliche Erkrankung auslösen. Tödliche Verläufe sind im Gegensatz zu den echten Pocken bei Affenpocken selten. Als besonders gefährdet für einen schweren Verlauf gelten immungeschwächte Personen, Schwangere und Kinder. Dieses Angebot ist selbstverständlich kostenlos.

Wie kann man sich anstecken?

In West und Zentralafrika erfolgt die Übertragung v.a. über infizierte Tiere (Nager und Affen). Die Übertragung von Mensch zu Mensch kann durch Kontakt mit den infektiösen Hautläsionen, über die Schleimhäute durch Sprechen, Husten, Niesen bei engem und längerem Kontakt und durch Körperflüssigkeiten z.B. bei Sexualkontakten erfolgen. Auch durch Benutzen gleicher Wäsche, Hygieneartikel oder Büroutensilien oder Einatmen von virusbelastetem Staub, kann eine Übertragung erfolgen.

Ich hatte Kontakt mit einem/einer Erkrankten, was nun? (Therapie & PEP-Impfung)

Die Therapie erfolgt symptomatisch. Bei schweren Verläufen steht ein antivirales Arzneimittel zur Verfügung. Für Personen mit Hochrisikokontakt zu einem/einer gemeldeten Affenpocken Erkrankten steht eine postexpositionelle (PEP) Impfung (also eine Impfung nach Kontakt) mit Jynneos ® zur Verfügung. Diese soll so rasch als möglich nach dem Kontakt erfolgen, bestenfalls innerhalb von 4 Tagen (bis maximal 14 Tage) nach Kontakt. Es sind zwei Impfungen im Abstand von 28 Tagen vorgesehen. Für Personen, die vor Jahrzehnten mit den damals verwendeten Pockenimpfstoffen geimpft wurden, reicht eine Impfung, da von einer gewissen Immunität ausgegangen werden kann. Für die PEP Impfung wenden Sie sich bitte an das für Ihren Wohnsitz zuständige Bezirksgesundheitsamt.

Wie kann ich mich vor Affenpocken schützen? (PrEP-Impfung)

Für bestimmte Personengruppen ist eine prä-expositionelle Impfung zur Vorbeugung empfohlen. Weitere Informationen zu den Personengruppen finden Sie in den FAQs. Es sind zwei Impfung im Abstand von 28 Tagen vorgesehen. Die Impfung wird intradermal, das heißt knapp unter die Haut, verabreicht. Dadurch kann bei gleichem Impfschutz Impfstoff gespart und mehr Personen eine Impfung angeboten werden. Für Personen, die vor Jahrzehnten mit den damals verwendeten Pockenimpfstoffen geimpft wurden, reicht eine Impfung, da von einer gewissen Immunität ausgegangen werden kann.

Verhaltensmaßnahmen für abgesonderte Personen

Was sind die Symptome?

Nach 5 bis 14 Tagen, spätestens nach 21 Tagen, treten die ersten Symptome auf. Dazu zählen Fieber, allgemeine Erschöpfung, Kopf und Gliederschmerzen, Magen Darmbeschwerden und eine oft schmerzhafte Schwellung der Lymphknoten. Nach weiteren 1 bis 3 Tagen kommt es zu sich ausbreitenden Hautveränderungen (zunächst Flecken, dann Knötchen und schließlich Bläschen, die verschorfen und unter Abfallen des Schorfs abheilen). Die oftmals nur diskreten Hauterscheinungen können schmerzen und jucken. Auch im Genitalbereich kann es zu sehr schmerzhaften, offenen Stellen kommen. Alle Hauterscheinungen sind bis zum Abfall des Schorfs infektiös.

Wie erfolgt die Diagnose von Affenpocken?

Mittels Abstrich aus den Hautveränderungen oder der Rachenschleimhaut kann mit der PCR Methode im Speziallabor das Virus nachgewiesen werden. Die Abstrich Entnahme erfolgt von medizinischem Personal unter Schutzmaßnahmen.

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