/ Impfservice 9 Dengue-Fieber

Was ist Dengue-Fieber?

Das Dengue-Fieber (man spricht: „Deng“) ist eine Virus-Erkrankung, die von Stechmücken der Gattung Aedes in tropischen und subtropischen Regionen übertragen wird. In der warmen Jahreszeit sind vereinzelt auch Übertragungen in Südeuropa möglich. Es gibt bei diesem Virus vier unterschiedliche Typen, aber alle lösen die gleiche Krankheit aus.

Dengue-Fieber zeigt sich auf zwei verschiedene Arten:

  • Typischerweise kommt es 3 bis 10 Tage nach Ansteckung zu hohem Fieber (bis 40°C), Kopf- und Augenschmerzen und starken Schmerzen im Bauch, in den Muskeln, Armen und Beinen.  Manche Menschen bekommen auch einen Ausschlag auf der Haut, der bald wieder vergeht. Normalerweise dauert die Krankheit 5 bis 7 Tage. Es kann aber sein, dass man sich nachher noch länger schwach und müde fühlt. Nach der Erkrankung besteht ein lebenslanger Schutz gegen diesen einen Virus-typ, gegen die anderen 3 aber nicht. Bei kleinen Kindern und wenn man sich ein zweites Mal (mit einem anderen Dengue-Virus-Typ) ansteckt, ist das Risiko für eine schwere Erkrankung erhöht.
  • Ein schwerer Krankheitsverlauf ist das Dengue-hämorrhagische Fieber (DHF) und das Dengue-Schock-Syndrom (DSS). Dabei kommt es neben Schmerzen und Fieber zu Blutungen oder einem Kreislaufschock, daran versterben zwischen 1 von 100 bis 1 von 20 Erkrankten.

Es gibt keine Behandlung für das Dengue-Fieber selbst. Man kann nur die Beschwerden lindern und die Probleme behandeln, die mit der Krankheit verbunden sind. Wenn man DHF/DSS nicht behandelt, kann man sterben. 
Dengue-Fieber kommt in vielen Gebieten der Subtropen und der Tropen vor, vor allem in Asien, Latein-Amerika, der Karibik und Afrika. Sowohl die Verbreitung als auch die Fallzahlen von Dengue haben in den vergangenen Jahren weltweit zugenommen.
Aufgrund globaler Reise- und Handelsaktivitäten sowie der Klimaerwärmung kommen Aedes-Mücken mittlerweile auch in Teilen Europas vor, daher sind saisonal einzelne Dengue-Übertragungen in Südeuropa möglich. 

Vorbeugung: Wie können Sie sich vor Dengue schützen?

Die wichtigste Vorbeugung ist die Vermeidung von Mückenstichen. Da die Aedes-Mücken auch tagsüber aktiv sind und stechen, sollte man sich den ganzen Tag vor Mückenstichen schützen

  • Tragen Sie Mückenschutz-Mittel („Repellentien“) auf die gesamte unbedeckte Haut auf. Sie können zusätzlich Ihre Bekleidung mit speziellen Schutz-Produkten (Permethrin-hältig) behandeln. 
  • Tragen Sie lange, lockere Kleidung, die viel Haut bedeckt. Verwenden Sie keine Duftstoffe, manche Düfte locken Mücken an.
  • Klimaanlagen, Fensterscheiben und Insektenschutzgitter verringern die Gefahr, dass Stechmücken in Wohnräume eindringen.
  • Ganz allgemein sollte man stehendes Wasser in künstlichen Behältern vermeiden, denn Mücken legen dort ihre Eier ab.

Gibt es Impfungen zum Schutz vor einer Ansteckung?

Der Impfstoff Qdenga® ist ein Lebendimpfstoff und in der EU für Kinder ab 4 Jahren, Jugendliche und Erwachsene zugelassen.
Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es für Reisende keine allgemeine Impfempfehlung gegen Denguefieber. Um das Risiko einer eventuell schwerer verlaufenden Zweitinfektion zu reduzieren kann für Personen, die eine gesicherte Dengue-Virus-Infektion durchgemacht haben, vor Reisen in ein (Hoch-) Risikogebiet eine Impfung angeboten werden. Lassen Sie sich in einem reisemedizinischen Gespräch beraten!

In Einzelfällen, wie beispielsweise bei Langzeitreisenden oder Bewohner*innen von Risikogebieten sowie Personen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf kann nach individueller Nutzen-Risiko-Abwägung auch bei Personen ohne früherer Dengue-Erkrankung eine Impfung sinnvoll sein.

Qdenga® wird in einem 2 Dosen-Impfschema mit einem Intervall von 3 Monaten verabreicht.

Der zweite durch die europäischen Behörden zugelassene Impfstoff Dengvaxia® ist derzeit in Österreich nicht verfügbar.