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Herpes Zoster

Was ist Herpes Zoster?

Herpes Zoster, auch bekannt als Gürtelrose, wird durch das Varizella-Zoster-Virus verursacht, das in der Regel im Kindesalter während des Erstkontakts, meist in Form von Windpocken (Varizellen) auftritt. Nachdem die Windpocken abgeklungen sind, bleibt das Virus lebenslang in den Nervenzellen des Körpers vorhanden und kann zu einem späteren Zeitpunkt als Herpes Zoster erneut auftreten, durch eine sogenannte Virusreaktivierung.

Typisch für Herpes Zoster ist zunächst ein brennender Schmerz, gefolgt von einem charakteristischen, meist halbseitigen Ausschlag in Form von Bläschen entlang des betroffenen Nervs im Hautbereich. Dieser Ausschlag tritt am häufigsten am Rumpf und Brustkorb auf, kann aber auch im Kopfbereich auftreten. Nachdem der Hautausschlag abgeheilt ist, kann ein Nervenschmerz, bekannt als postherpetische Neuralgie oder Postzosterschmerz, in der betroffenen Hautregion noch Monate bis Jahre anhalten.

Wer ist von Herpes Zoster betroffen und ist die Krankheit ansteckend?

Herpes Zoster, auch bekannt als Gürtelrose, kann grundsätzlich jeden betreffen, der in der Vergangenheit an Varizellen (Windpocken) erkrankt ist. Die Erkrankung tritt in verschiedenen Altersgruppen auf, wobei Personen über 50 Jahren am häufigsten betroffen sind. Menschen mit einem geschwächten Immunsystem haben ein erhöhtes Risiko, an Herpes Zoster zu erkranken. Normalerweise tritt Herpes Zoster nur einmal im Leben auf, jedoch können wiederkehrende Erkrankungen auftreten, insbesondere bei Personen mit einem geschwächten Immunsystem. Die Wahrscheinlichkeit für wiederkehrende Erkrankungen steigt im Laufe der Zeit nach der ersten Infektion.

Die Bläschen, die bei Herpes Zoster auftreten, enthalten das Varizella-Zoster-Virus und sind somit infektiös. Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt mit der Flüssigkeit aus den Bläschen und kann zu einer Ansteckung mit Windpocken bei Personen führen, die noch keine Varizellen hatten und nicht dagegen geimpft sind.

Um die Übertragung auf nicht-immune Personen zu verhindern, ist es wichtig, die Zoster-Bläschen sorgfältig abzudecken, bis sie verkrusten, und engen Körperkontakt zu vermeiden. Personen, die an Herpes Zoster erkrankt sind, sollten außerdem eine strenge Händehygiene einhalten, um das Risiko einer Übertragung zu minimieren.

 

Impfempfehlungen

Um einer Herpes-Zoster-Erkrankung vorzubeugen, wird eine Impfung für Personen ab dem vollendeten 50. Lebensjahr empfohlen. Derzeit sind zwei Impfstoffe zugelassen, wobei der Totimpfstoff (Shingrix) bevorzugt wird. Für erwachsene Personen mit einem erhöhten Risiko für Herpes Zoster ist dieser Impfstoff bereits ab einem Alter von 18 Jahren geeignet. Auch wenn bereits einmal eine Gürtelrose aufgetreten ist, kann die Impfung meist empfohlen werden. Dies hängt jedoch von der individuellen Situation ab und kann im ärztlichen Beratungsgespräch erhoben werden.

 

Impfschema

Der Totimpfstoff wird zweimalig in einem Abstand von mindestens 2 Monaten verabreicht. In Ausnahmefällen kann eine Impfung bei bestimmten, schweren Grunderkrankungen auch für Personen unter 50 Jahren hilfreich sein. Hierzu erhalten Sie eine individuelle Beratung durch Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.