Dengue-Fieber

Was ist Dengue-Fieber?

Das Dengue-Fieber (man spricht: Deng-Fieber) ist die häufigste Virus-Erkrankung, die von Stechmücken übertragen wird. Es gibt bei diesem Virus vier unterschiedliche Typen, aber alle lösen die gleiche Krankheit aus.

Dengue-Fieber zeigt sich auf zwei verschiedene Arten:

  • Die erste Ansteckung führt meist zu hohem Fieber, starken Schmerzen in den Muskeln, Armen und Beinen, zu Kopfschmerzen und Augenschmerzen.  Manche Menschen bekommen auch einen Ausschlag auf der Haut, der bald wieder vergeht.  Normalerweise dauert die Krankheit  5 bis 7 Tage. Es kann aber sein, dass man sich nachher noch länger schwach und müde fühlt. Danach kann man durch diesen Typ von Virus nicht mehr krank werden, durch die anderen 3 aber schon.
  • Wenn man sich nach der ersten Ansteckung mit einem anderen Virus-Typ ansteckt, kann man das Dengue-hämorrhagische Fieber (DHF) und das Dengue-Schock-Syndrom (DSS) bekommen. Das sind schwere Krankheiten, die mit der Gefahr von Blutungen und Schock verbunden sind. Am Anfang bekommt man die gleichen Beschwerden wie bei der ersten Ansteckung. Aber wenn die Beschwerden nach 5 Tagen eigentlich aufhören sollten, geht es den Betroffenen deutlich schlechter. Besonders bei kleinen Kindern kann es zu einer schweren Krankheit kommen.

Es gibt keine Behandlung für das Dengue-Fieber selbst. Man kann nur die Beschwerden lindern und die Probleme behandeln, die mit der Krankheit verbunden sind. Wichtig ist es, viel zu trinken. Medikamente wie Aspirin und Ibuprofen sollte man nicht nehmen, weil dann die Gefahr von Blutungen besteht. Wenn man DHF/DSS nicht behandelt, kann man sterben. Mit einer intensivmedizinischen Behandlung überleben aber 99 von 100 Kranken.

Dengue-Fieber kommt in vielen Gebieten der Subtropen und der Tropen vor, vor allem in Asien, Latein-Amerika und Afrika. Jedes Jahr stecken sich ungefähr 400 Millionen Menschen mit Dengue-Fieber an. Bei ungefähr 100 Millionen Menschen kommt es zu einer Erkrankung. Für die Bevölkerung in diesen Ländern ist vor allem die schlechte medizinische Versorgung ein Problem. Auch Touristen stecken sich mit Dengue-Fieber an. Deshalb ist es möglich, dass sich das Dengue-Fieber auch in Europa verbreitet. Es gibt schon einzelne Krankheits-Fälle in Kroatien und in Süd-Frankreich.

Die meisten Ansteckungen gehen von Menschen aus, sehr selten auch von bestimmten Gruppen von Affen. Der Überträger ist die tag-aktive Aedes-Stechmücke. Zwischen der Ansteckung und den ersten Anzeichen der Krankheit vergehen meist 2 bis 7 Tage.

Vorbeugung: Wie können Sie sich vor Dengue schützen?

Es ist wichtig, die Überträger-Mücken zu bekämpfen, und sich selbst sorgfältig zu schützen, und zwar auch während des Tages. Schutz-Maßnahmen sind:

  • Tragen Sie Mückenschutz-Mittel auf die gesamte unbedeckte Haut auf. Behandeln Sie außerdem Ihre Bekleidung regelmäßig mit speziellen Schutz-Produkten (Permethrin).  Mückenschutz-Mittel werden auch Repellentien genannt.
  • Tragen Sie lange, lockere Kleidung, die viel Haut bedeckt. Verwenden Sie keine Duftstoffe, denn diese Düfte locken Mücken an.
  • Klimaanlagen, Fensterscheiben und Insektenschutzgitter verringern die Gefahr, dass Stechmücken in Wohnräume eindringen.
  • Ganz allgemein sollte man stehendes Wasser in künstlichen Behältern vermeiden, denn Mücken legen dort ihre Eier ab.

Gibt es Impfungen zum Schutz vor einer Ansteckung?

Es gibt derzeit keine Impfungen gegen das Dengue-Fieber für Reisende. Die Impfung mit Dengvaxia ist nur für die Bevölkerung in jenen Gebieten zugelassen, wo Dengue-Fieber häufig vorkommt. Deshalb ist die Vorbeugung besonders wichtig.  

Wir beraten Sie gerne persönlich, welche Impfungen für Sie sinnvoll sind!

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